HHE-Strecke reaktivieren

Mit der etappenweisen Reaktivierung (§ 7 f AEG) der Streckenabschnitte Halle/Nietleben – Dölau – Lieskau – Benkendorf – Schochwitz im östlichen Streckenteil und (Heiligenthal) – Gerbstedt – Hettstedt im westlichen Streckenabschnitt wird diese historische Eisenbahnstrecke in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Bahnkundenverband und der Deutschen Regionaleisenbahn GmbH (DRE) für den öffentlichen Schienenverkehr wieder erschlossen werden.

Angestrebt wird nicht nur ein Betrieb unter bahnhistorischen Aspekten, sondern hoffentlich auch öffentlicher Personenverkehr etwa in Form einer Bürgerbahn ( http://www.bahnkunden.de/cms/index.php/themen/dbv-verkehrsmodelle ) aber auch in Form bedarfsweisen (Massen-)Güterverkehrs etwa zu Agrargroßbetrieben entlang der Strecke, etwa in Schochwitz.
Die Strecke soll und wird für jedes Eisenbahnverkehrsunternehmen gegen angemessenes Trassenbenutzungs-entgelt offenstehen, siehe etwa : http://www.regionaleisenbahn.de/streckendaten.php die Reaktivierung dient eben nicht wie mancherorts aus Kalkül behauptet wird, rein museumsbahnerischen Zwecken.
Diese Benutzungsenggelte können umso niedriger ausfallen, je mehr wir auf dem eingeschlagenen Weg durch Engagement des Vereins, seitens unterstützender Unternehmen und nicht zu vergessen auch einzelnen Bürgern in die Infrastruktur investieren können, um sie fürs erste wieder befahrbar zu machen. Die Aufzählung soll nicht abschließend sein ! Jedermann, jede Institution ist aufgerufen, das Projekt zu fördern, wobei dies nicht immer durch Geld geschehen muss. Profitieren wird davon jedermann in der Region, denn es geht auch um dieses Thema hier:  http://www.bmub.bund.de/themen/stadt-wohnen/wohnraumfoerderung/altersgerecht-wohnen/demografiestrategie/
Unterstützung/Spenden in jeglicher Form sind daher herzlich willkommen.
Die mit dem Streckenprojekt verbundenen „Nebenwirkungen“, etwa die Kulturraumvernetzung, Bewahrung bahnhistorischen Erbes etc., Bewahrung von zuverlässiger Mobilität auch und gerade für ältere Menschen, schließen sich nicht aus, vielmehr ergänzen sie sich hervorragend.
Im September 2008 erteilte das Verkehrsministerium Sachsen – Anhalt die Betriebsgenehmigung für die Strecke Halle-Nietleben – Hettstedt nach § 6 AEG, die seitdem wieder eine öffentliche Eisenbahninfrastruktur ist.
Es werden an einigen Teilstücken bereits konkrete Bauarbeiten durchgeführt, die über die bloße Vegetationseindämmung deutlich hinausgehen, z.B. wurde in Dölau der Bahnübergang ober- und tiefbaumäßig grundlegend saniert, mit Unterstützung z.B. durch das ABZ Holleben http://www.bauausbildung-holleben.de/index.php/wir-ueber-uns/ konnten unter fachkundiger Leitung und Überwachung durch eigenes Fachpersonal abgefahrene Schienen auf etlichen hundert Metern Strecke getauscht werden, im Heidebahnhof wurde mit einer Grundreinigung des Schotterbetts begonnen, etc. Schon in zurückliegenden Jahren konnten wir unter Einbindung des EBA dafür sorgen, dass im Bahnhof Halle-Nietleben eine Bahnsteigkante entlang des Ausfahrgleises Richtung Hettstedt funktionstüchtig erhalten blieb, außerdem im Bahnhof Hettstedt eine Anschlussweiche, um das westliche Streckenende zukünftig wieder mit dem übrigen Schienennetz verbinden zu können.
Freiwillige Helfer sind jederzeit herzlich willkommen. Die Koordination/Organisation der jeweiligen Bau-/Instandsetzungsmaßnahme liegt in Abstimmung mit dem EBL der DRE bei dem von uns gestellten örtlichen Betriebsleiter (ÖBL).
Unterstützung erfahren wir dabei bereits durch das eine oder andere in der Region tätige (Gleisbau-) Unternehmen.
2011 konnten wir das Bahnhofsgebäude Gerbstedt erwerben und haben dadurch dort draußen einen guten Stützpunkt, von dem aus wir in diesem Bereich agieren können. Derzeit befindet sich dort auf dem Bahnhofsgelände eine Stahlbrücke in Aufarbeitung, sozusagen im Trockendock, sie soll möglichst noch in 2016 fertig neu gestrichen und dann wieder an ihren angestammten Platz nahe der Bahnhofsausfahrt Gerbstedt Richtung Hettstedt gelangen. Die bereits 2013 dort begonnene Gleisinstandsetzungsmaßnahmen können dann über die Brücke Richtung Welfesholz vorangetrieben werden.

2014 hat der Eigentümer der Streckengrundstücke zwischen Welfesholz und Hettstedt widerrechtlich Schienen entfernt um sie zu versilbern. Das ist ihm mittlerweile gerichtlich untersagt (1 O 265/14 EV (3) LG Görlitz, bestätigt OLG Dresden 10 U 1781/14). Hier ist, was den angerichteten Schaden angeht, das letzte Wort noch nicht gesprochen.

 

 

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