Museumszug

Bei unserem im Aufbau befindlichen Museumszug soll das Augenmerk auf einem thematischen, historischen und regionalen Bezug zur HHE als eine der ehemals größten Kleinbahnen in Deutschland, zu Sachsen-Anhalt bzw. dessen Vorläufer, der preußischen Provinz Sachsen, dem Herzogtum Anhalt bzw. dem Freistaat Anhalt, ihren Eisenbahnen und den hier ansässigen Fahrzeugherstellern (Waggonfabrik Gottfried Lindner Ammendorf, Waggonfabrik Dessau) liegen.

Die Besitzgesellschaft Waggonbau Ammendorf hat unserem Verein eine Halle zur Verfügung gestellt, in der die historischen Fahrzeuge aufgearbeitet werden. Von ihrem Tochterunternehmen, der MSG GmbH Ammendorf, erhalten wir technische und technologische Unterstützung, weiterhin gibt es eine Kooperation mit dem Ausbildungszentrum Waggonbau Ammendorf.

Neben zwei Kleindieselloks sind ein Abteilwagen  des Baujahres 1925, hergestellt in Ammendorf bei Halle/S. durch die Waggonfabrik Gottfried Lindner, Nr. 44689, urspr.  Typ D-21b und wegen seines generellen Bezuges zu Nebenbahnen ein Triebwagenbeiwagen, vormals Steuerwagen V(S)B 144 001, hergestellt bei MAN, Nürnberg, 1935, jeweils in mehr oder weniger stark restaurierungsbedürftigem Zustand gekauft worden.

Im August 2009 ist es gelungen, ein erstaunlich gut erhaltenes Exemplar eines originalen HHE – Wagens, Wagennummer 4, Baujahr 1897, Hersteller WUMAG Görlitz, zu erwerben. Dazu gesellt sich das letzte erhaltene Exemplars eines speziellen Kleinbahnwagens  von Gottfried Lindner aus einer Bauserie der Jahre 1913-1915, die von der provinzialsächsischen Kleinbahnverwaltung Merseburg bestellt worden waren.

Auf der Suche nach einem geeigneten Zugfahrzeug stießen wir 2008 auf den Verein „Ulmer Eisenbahnfreunde – Sektion Lokalbahn Amstetten – Gerstetten“. In ihrem Besitz befand sich ein ehemaliger vierachsiger Benzoltriebwagen der Waggonfabrik Dessau AG Baujahr 1928, der „Alte Dessauer“ ex DRG VT 764, der noch bis 2001 tagtäglich bei der Württembergischen Eisenbahngesellschaft im Einsatz war. Bei einem Umbau 1958 wurden die Stirnseiten des VT verbreitert und eine neue Motorenanlage, bestehend aus vier Büssing-Motoren mit insgesamt 850 PS, eingebaut. Im Frühjahr 2009 konnten wir das Fahrzeug erwerben.

Geplant ist, den Museumszug auch überregional als Werbeträger für unsere Region einzusetzen.

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